Zeittafel - 1200- 1700, 1700-1900 diese Seite ausdrucken
 
  as Telfer Schleicherlaufen zählt zu den am besten dokumentierten Fasnachten in Tirol.

Handschriften, Urkunden, Ablassbriefe, Chroniken, Fachliteratur und Zeitungsartikel lassen die Entsehungsgeschichte der Fasnachtsehr gut erschließen.

Der älteste Beleg für das deutsche Wort "Fasnacht" stammt aus einer Stelle aus Wolfram von Eschenbachs Werk "Parzival" um 1206.

In der Folge werden die bedeutenden Quellen über das Schleicherlaufen aufgelistet. Für bessere Übersichlichkeit haben wir diese in 4 Kategorien aufgeteilt:
 
   
  1200-1700
1700-1900
1900-2000 (neue Seite)
weitere Entwicklung bis heute
     
  1200-1700  

"Scheme", "Larve" und die Bezeichnung "waltscrate" für den "Wilden Mann" finden wir im so genannten "Stamser Arzneibuch (Handschrift) des ausgehenden 12. Jh.

1500 -1571:
Tiroler Landesarchiv: Causa Domini (Regierungskopialbücher): zahlreiche Hinweise auf Fasnachtsverbote.

Um 1500
werden erstmals "öffentliche Freyden" für unser Gebiet untersagt.

1571:
Abschaffung der Fasnacht für unser Gebiet wegen Katastrophen und daraus resultierender Hungersnöte.

1609 - 1621:
Tiroler Landesarchiv: Gerichts- und Verfachbuch Hörtenberg /Telfs: zahlreiche Hinweise auf "Fasnachtsverbots -Überschreitungen.

15. Jänner 1609:
Abschaffung der "Mascaraden und Mumereyen" in unserem Gebiet wegen der "Leuff" (= Pest).

1610:
Fasnachtsverbot wegen "eingerissne Infection ausser Landes" im Gerichtsgebiet "Hertenberg".

20.Jänner 1610:
Verbot der Fasnacht weil der Fastabend am Fasnachtsag auf den 23. Feber als Fasnachtstag "fallen tuet", dies aber im entsprechenden Jahr ein Fasttag sei.

21. Jänner 1611:
"Abstellung der Mascarada, Mumereyen und Saitenspils" wegen der "sorglich Leuff" (=Pest).

2. April 1612:
Cyprian Ströle, Pfleger zu "Herttenberg" wird wegen "unhendel anfangen" und "rauferei" während der Fasnacht angezeigt.

31. Jänner 1619:
Feststellung der Übertretung der Fasnachtsmandate in ganz Tirol. In der Folge "Abstellung der Fasnacht und Straff".

1623:
Einstellung der Fasnacht wegen "Insolentien", sowie wegen "sterbend Leuff" (= Pest im Wipptal und Pustertal).

1623:
Verbot der Fasnacht wegen "sorglich Leuff" (=Pest). 1628: Abstellung der "Mascaraden" wegen der "gefählich Leuff" (=Pest).

2. April 1621:
"Vergleichs-Entwischen" wegen angeblichen Plochziehens in Telfs mit genauer Beschreibung der Personen und Handlungen.

1628:
"Abstellung der Mascaraden in Tyrol" wegen der "sterbend Leuff" (=Pest).

16. Februar 1620:
Mandat "Abstellung der Fasnachtspiel und Mascaraden" wegen der "bösen Krankhaiten und anderwertiger Übel".

16. Februar 1626:
"Mandat "Abstellung Fasnacht" , weil daraus "meist allerhand Ungelegenheiten entspringen".
 
     
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  1700-1900  
     
  23. Juli 1764:
Abschrift des Pfarrarchives Telfs über eine "Ausdehnung eines Ablassbriefes zur Fasnachtszeit"(=Indulgentia plenaria pro tmpore bachanalium").

Jänner 1748/49:
Ablassbrief: "Vollkommener Ablass für die drei Tage der Fasnacht in Telfs.

14. April 1830:
Briefentwurf des Telfer Pfarrers Franz Hirn an den Dekan zu Flaurling, weil Hirn die Fasnacht verbieten will.

19. - 27. April 1830:
Ausführliche Beschreibung des Telfer Schleicherlaufens durch das Fürstbischöfliche Ordninariat Brixen.

4. Jänner 1857:
Brief des Dekans von Flaurling an den Pfarrer von Telfs über die Abstellung aller Fasnachten in Telfs und Umgebung.

30. Jänner 1857:
Vorschriften des K.K.Bezirksamtes Telfs an Pfarrer Ehrenreich Gritsch wegen Abhaltung des Schleicherlaufens.

Seit dem 5. Februar 1890
erscheinen in diversen Lokalzeitungen regelmäßig Berichte über das Telfer Schleicherlaufen.

24. Feber 1892:
Ausdehnung eines Ablasses "Andenkens schon Papst Benedikts XIV. ...wegen der schweren Missbräuche zur Faschingszeit".

1848 -1909:
Zahlreiche erhaltene Skizzen ab 1900 Fotos über das Schleicherlaufen in Telfs.
 
     
     

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